Wie bereite ich mich und mein Fahrrad auf lange Radstrecken vor?
Eine längere Radtour erfordert eine gute Vorbereitung. Zum einen sollte eine technische Überprüfung des Rades nicht fehlen, zum anderen sind eine passende Ausrüstung und ein gewisses Maß an Kondition notwendig.
Fahrrad überprüfen lassen
Natürlich ist für eine längere Radtour auch ein herkömmliches Freizeitrad ausreichend, allerdings sind für diese Touren vor allem Trekkingräder zu empfehlen. Die Fahrräder sollten über einen verbindungssteifen Rahmen und für schwerere Fahrer über stabile 26 Zoll Räder verfügen. Bevor man sich auf eine große Radtour begibt, sollte man natürlich auch sichergehen, dass der Drahtesel verkehrssicher ist. Vor allem die Bremsen, Mäntel und die Beleuchtung müssen auf Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Neuere Radmodelle verfügen in der Regel über eine hohe Qualität, die einen großen Werkzeugkoffer auf Reisen überflüssig macht. Auf Flickzeug, Luftpumpe, Ersatzschlauch und ein kleines Universalwerkzeug, um bei Bedarf die Schaltung justieren zu können, sollte nicht verzichtet werden. Bei längeren Strecken darf auf ein kleiner Verbandskasten nicht fehlen.
Gepäck richtig verstauen
Welches Gepäck auf der Tour nicht fehlen darf, richtet sich nach Länge und Art der Tour. Handelt es sich um einen Tagesausflug, reicht normalerweise etwas Proviant und wetterfeste, bequeme Kleidung. Ist ein Campingurlaub geplant, dürfen natürlich Schlafsack, Isomatte und Zelt nicht fehlen. Vor allem wenn die Fahrräder mit zu schweren Taschen beladen werden, kann dies leicht zu Unfällen führen. Das Gepäck muss also gleichmäßig am Rad verteilt werden und nach der vollständigen Beladung, sollte der Reifendruck und die Bremsen getestet werden. Bei der Beladung des Drahtesels sollte man darauf achten, dass die Taschen möglichst tief hängen. Nur so liegt das Rad besser auf der Straße, da der Schwerpunkt näher am Untergrund ist.
Richtige Ausrüstung für lange Strecken
Auf längeren Strecken sollte man auf die Sicherheitsausstattung nicht verzichten. Ein Schutzhelm ist dabei ebenso wichtig wie die Reflektoren, die sogenannten Katzenaugen. Von oberster Priorität ist, trotz guter Wettervorhersagen, eine Regenbekleidung. Wasserabweisende Jacken und Regenhosen oder Regencapes haben sich auf langen Strecken schon oft bewährt. Beim Neukauf der Regenkleidung sollte darauf geachtet werden, dass sie atmungsaktiv ist. So kann das Schwitzen verhindert werden und Erkältungen nach einem ausgiebigen Regenguss sind seltener. Auch mitgeführte Taschen sollten regenfest sein. Eine große Bedeutung hat bei längeren Strecken auch die Ernährung. Das Frühstück sollte zwar reichhaltig, aber nicht zu üppig sein, damit schon am Vormittag ein Drittel der Tagesstrecke zurückgelegt werden kann. Am Fahrrad darf ein Flaschenhalter nicht fehlen, damit die Flüssigkeit immer griffbereit ist.
Kondition vor der Fahrt trainieren
Wird die Radtour als ein Familienausflug bzw. Familienurlaub begangen, sollte man den meisten Kindern nicht mehr als 20 bis 30 Kilometer am Tag zumuten. Wenn die Kinder allerdings häufiger mit Rad fahren, können sie auch längere Strecken zurücklegen. Radfahrer mit einer durchschnittlichen Kondition schaffen pro Tag in der Regel 60 bis 80 Kilometer im Sattel. Im Vorfeld einer längeren Tour, gerade wenn mehrere Menschen an der Tour teilnehmen, lohnt sich ein Blick auf die Teilnehmerfitness. Bei Bedarf muss der Fitnesslevel gesteigert werden. Als Vorbereitung für längere Strecken sollte man drei bis vier Mal die Woche mindestens eine Stunde Radfahren. Damit der Trainingseffekt so hoch wie möglich ist, sollte ein kleiner Gang gewählt werden, damit die Tretfrequenz erhöht werden kann. Zusätzliches Training der Rückenmuskulatur und Bauchmuskeln, sowie Stretching des ganzen Körpers eignen sich ebenfalls zur Vorbereitung auf längere Strecken.
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